Von seinem Felsen aus dominiert Saumane-de-Vaucluse das gesamte Pays des Sorgues. Dieses zauberhafte Dorf mit seiner kleinen romanischen Kirche, seinen engen Gassen und seinen Steinhäusern ist pittoresk und authentisch in einem. Der Name des Dorfes ist lateinischer Herkunft und wurde im 11. Jahrhundert sowohl «Somanna» als auch «Saumanna» geschrieben, eine Anspielung auf den Gipfel (som) oder auf eine Eselin (sauma).
Schon zu Ende der Prähistorie waren die Höhlen im Chinchontal von Menschen bewohnt. Über das gesamte Gebiet verstreute Überreste lassen auch auf römische Siedlungen schließen. In der Feudalzeit geht die Lehnsherrschaft vom Grafen von Toulouse auf den Papst über und fällt anschließend in die Hände der Familie de Sade, die sie über 400 Jahre lang ausüben sollte.
Im Jahr 1451 übertrug Papst Nikolaus V die Lehnsherrschaft auf Beaudet de Sade, der das alte Kastell aus dem 12. Jahrhundert ausbesserte und der Festung ansprechende Ausmaße verlieh. Der Bau wurde im Laufe der Zeit häufig renoviert und aus- und umgebaut und wirkt auch heutzutage noch imposant. Der in den Felsen gehauene Burggraben und die Pechnase über dem Tor schützten die Burg vor Eindringlingen, und der weitläufige Hof, die riesigen gewölbten Säle, die Treppe mit ihren beeindruckenden Ausmaßen, die Kamine, die Säulen und die in den Felsen gegrabenen Keller und Verließe fließen dem Besucher auch heute noch Respekt ein. Derzeit ist das Schloss von Saumane, in der die Erinnerung an den „göttlichen Marquis“ noch lebendig ist, Eigentum des Gemeindeverbands, der verschiedene Studien hinsichtlich der touristischen und kulturellen Nutzung des Bauwerks in Auftrag gegeben hat.
Maison de Tourisme Chemin de la Fontaine 84800 Fontaine de Vaucluse
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